Wissenswertes:
Warum trainieren wir ausschließlich am Geschirr?
Der Hals gehört zu den sensibelsten Körperregionen eines Hundes. Hier befinden sich unter anderem der Kehlkopf, die Luft- und Speiseröhre und die Hauptschlagader. Ebenso befinden sich im Halsbereich empfindliche Wirbel, wie zum Beispiel der Atlas-Wirbel.
Trägt der Hund nur ein Halsband und bekommt einen Ruck an der Leine, so ist dies für den Hund äußerst unangenehm und er fühlt sich nicht wohl, erschreckt sich und kann eventuell Angst bekommen. Rennt er aus irgendeinen Grund in die Leine und erhält dadurch einen plötzlichen Ruck am Halsband, kann es zu Verletzungen in dieser Region, welche zu anhaltenden Schmerzen führen, kommen. Ein verschobener Atlas-Wirbel z.B. verursacht heftige Schmerzen, welche uns der Hund uns dann nur anhand seines Verhaltens, z.B. Aggression, mitteilen kann. Dies nur, weil er Schmerzen hat und uns Menschen gar nicht bewusst ist, dass die Ursache dafür ein Ruck an der Leine sein kann.
Aus diesem Grund ist es mir wichtig, dass der Hund ein Geschirr trägt. Schließlich soll er sich mit euch draußen wohl fühlen und nicht Angst vor Schmerzen haben.
Dieses "sich wohlfühlen" mit seinen Menschen ist ein wesentlicher Baustein für eine harmonische Mensch-Hund-Beziehung.
Calming Signals - Beschwichtigungssignale
Noch nie gehört? Dahinter verbergen sich die Art und Weise wie Hunde untereinander und mit uns Menschen kommunizieren. Um unsere Hunde besser verstehen zu können ist es sehr wichtig sich mit ihnen zu beschäftigen. Denn Hundekommunikation findet nicht nur über bellen, knurren und schwanzwedeln statt, sondern ist erkennbar an vielen kleinen körpersprachlichen Signalen. Die Hunde benutzen sie um Konflikte erst gar nicht aufkommen zu lassen. Vielleicht habt ihr bei eurem Hund schon beobachtet, dass er bei Hundebegegnungen den Kopf abwendet, sich über die Lefzen leckt, gähnt, blinzelt, auf dem Boden schnüffelt, sich hinsetzt oder einen Bogen läuft. All diese Beschwichtigungssignale setzt der Hund ein um seinem Gegenüber zu signalisieren dass er friedlich gesinnt ist.
Auch im Kontakt zu uns Menschen zeigt uns unser Hund, wenn ihm z.B. eine Umarmung zu eng ist, indem er seinen Kopf abwendet.
Wenn ihr mehr über dieses spannende Thema wissen möchtet, sprecht mich gerne an.
Nasenarbeit
Der Hund erlebt seine Welt vorrangig mit der Nase. Ein wichtiges Bedürfnis des Hundes ist das Schnüffeln, denn so setzt er sich mit der Umwelt auseinander, sammelt Informationen und verarbeitet die verschiedenen Gerüche. Es ist extrem wichtig für die Entwicklung und das Wohlbefinden des Hundes.
Es gibt verschiedene Formen der Nasenarbeit:
Bei der therapeutischen Futtersuche wird das Erkundungsverhalten des Hundes gefördert. Die Hunde lernen Herausforderungen zu meistern, es fördert die Selbstwirksamkeit und baut Selbstbewußtsein auf. Das ist besonders bei ängstlichen Hunden sehr wichtig. Die therapeutische Futtersuche fördert auch die Eigeninitiative des Hundes, er lernt sich zu konzentrieren und dass es Spaß macht sich mit Neuem zu befassen. So können sie Ängste abbauen und hyperaktive Hunde werden ruhiger. Bei dieser Form der Nasenarbeit agiert der Hund selbständig, so wie er möchte und solange er möchte.
Das Mantrailing eignet sich hervorragend für ängstliche, unsichere Hunde, für unkonzentrierte und hyperaktive Hunde, aber auch für jagdlich sehr engagierte Hunde. Der Hund wird beim Mantrailing selbstbewußter und sicherer, lernt sich zu konzentrieren, zu fokusieren, mit seinem Menschen als Team zusammen zu arbeiten und er kann seine Nase gezielt einsetzen.
Die gezielte Futtersuche beim Spaziergang macht dem Hund nicht nur Spaß, sondern kann ihm auch dabei helfen seinen Fokus in Stresssituationen umzulenken.
Alle Formen der Nasenarbeit lasten den Hund körperlich und geistig sehr gut aus und das auf eine ruhige und konzentrierte Art und Weise. Gerade auch für nervöse und hibbelige Hunde eine ideale Beschäftigung.
Hast du Lust auf Nasenarbeit mit deinem Hund? Dann melde dich gerne bei mir.